Wir bekämpfen die, die wir brauchen


In den Radionachrichten wird gerade von einer
möglichen zweiten Welle durch die Urlaubsrückkehrer
gesprochen. Draußen regnet es.
Seit Stunden sitze ich an meinem Schreibtisch
in Dortmund, schreibe Mails, telefoniere und
rauche eine nach der anderen. Der Hund, der
sich an das Leben im Lager und den Wäldern
gewöhnt hatte, liegt schlafend an meinen
Füßen. Der Leiter der Hilfsorganisation SOS
Bihać, Zlatan Kovacevic, hat gerade angerufen.
„Wir fahren jetzt los“, sagte er. Dann kribbelt es
bei mir. Das Team fährt jetzt in die Berge um
Flüchtlinge zu versorgen. Ich wäre gern dabei,
mein Sani-Rucksack hat bereits Staub angesetzt.
Geht aber nicht wegen Corona, also tue
ich von hier aus, was zu tun ist. Tatort Schreibtisch.
Immerhin sind wir sind nicht alleine. Mit
Hilfe des Aachener Netzwerks sind wir gut über
den Winter gekommen und ernähren täglich
200 bis 500 Menschen, versorgen sie medizinisch,
verteilen bei Bedarf auch Kleidung und
Schuhe. Mittlerweile sind wir eine von der IOM
anerkannte Hilfsorganisation. Die IOM
(Internationale Organisation für Migration) ist
eine Tochter der UN. Die Anerkennung heißt für
SOS Bihać: Wir können unbehelligt von Polizei
und Grenzpolizei das tun, was sonst niemand
darf: Die Flüchtlingsrouten entlang der EU
Außengrenze abfahren und Menschen helfen.
Das ist ein echter Durchbruch. Keine Probleme
mehr mit der Polizei. Die bosnische Politik
bemüht sich darum, humanitäre Arbeit zu
kriminalisieren. Das geht nun nicht mehr,
zumindest bei uns nicht. Zlatan ist ein
großartiger Diplomat. Er hat unsere Gegner in
Bihać zu Unterstützern gemacht. Selbst das
Gesundheitsministerium schwärmt nun von
SOS Bihać und lobt unsere Arbeit. Noch vor ein
paar Monaten haben sie uns ständig die Polizei
auf den Hals gehetzt. Bei allen Bemühungen
sich an die Regeln zu halten: es kann nicht
kriminell sein, Menschen zu helfen. Die
Menschenrechte sind auch von Bosnien
anerkannt und unterschrieben worden.
Schon wieder klingelt das Telefon. Auf dem
Display steht: „der Kleine“. Ich habe die Nase
voll für heute, nach dem vergangenen Jahr bin
ich manchmal etwas „durch“, aber bei ihm hebe
ich ab. Es ist Ahmad (Name von der Red.
geändert), mein kleiner Freund aus Vučjak,
dem Camp auf der Müllhalde nahe Bihać. Seine
Stimme klingt, als würde er aus dem Urlaub
anrufen. Anders als sonst, sehr fröhlich: „Wie
geht es Dir? Hier scheint die Sonne und ich bin
grade mit Freunden unterwegs. Ich liebe Dich.
Und ich vermisse Dich sehr. Hier ist alles gut
jetzt.“ Er klingt, als sei er schon dort wo er
hinwill, am Ziel, als sei wirklich „alles gut“.
Geographisch ist er angekommen in der EU,
aber die Abschiebung schwebt noch immer wie
ein Damoklesschwert über ihm. Bis zum „alles
ist gut“ wird noch Zeit vergehen, vielleicht viel.
Vielleicht wird nie „alles gut“. Heute hat er
Zuversicht. Die überträgt sich auf mich. Ein
guter Anruf. Ich nehme wieder Schub auf und
arbeite weiter. Wenn man weiß wofür, fällt es
leichter.
Ahmad in der Ambulanz im Camp Vucjak im Sommer 2019. Die
Arbeit als Übersetzer und Hilfssani machte ihm Freude. Trotz
der Umstände haben wir viel gelacht, manchmal geweint.
Ahmad lebt jetzt in einer Flüchtlingsunterkunft
in einer italienischen Großstadt. Vor ziemlich
genau einem Jahr haben wir uns kennen gelernt,
an einem Ort der nach Müll und Fäkalien
roch und der kurz darauf in internationalen Medien
als Dschungel- und Horrorcamp Schlagzeilen
machte. Etwa 1000 Männer und Jungs
lebten dort mit hoher Fluktuation. Tausende
durchlitten dieses fürchterliche Elend mit dem
Namen Vučjak. Der Älteste über 60, der
jüngste 12 Jahre alt. Ahmad war 18, Flüchtling
aus Pakistan, von der Polizei deportiert auf die
Müllhalde. Er sprach mich mit schüchterner
Stimme an, in leisem aber perfektem Englisch,
deutlich besser als meines, und bat mich um
Hilfe. Ich weiß nicht mehr was er brauchte,
vermutlich Schuhe oder eine Behandlung in
unserer Ambulanz. Ein hochintelligenter Junge,
viel zu zart für all das. Ich holte ihn in unser
Team. Er spricht Urdu und Paschtu, konnte also
als Übersetzer helfen.
Ahmad übersetzt, als einer unserer Patienten erzählt, das die
slowenische Grenzpolizei einen Hund auf ihn gehetzt hatte. Die
Slowenen übergaben ihn an der Grenze den Kroaten, die transportierten
den Mann dann an die EU Außengrenze und trieben
ihn durch den Wald zurück nach Bosnien, raus aus der EU.
Einer unserer Mitarbeiter war Nationalspieler
der pakistanischen Fußballnationalmannschaft,
beherrschte sieben Sprachen und war dazu
auch noch ein auffällig schöner Mann. Ein
älterer Mann, Gaz aus Kaschmir, war früher
Geschäftsführer bei KFC. Er hat es nach
Portugal geschafft. Alles Männer, die uns
hervorragend im Ambulanzzelt unterstützten.
Es dauerte nicht lange und Ahmad arbeitete
selbst am Patienten und versorgte
Schmutzinfektionen. Aus Österreich waren Dr.
Karin Tschare-Fehr und der Künstler Arye
Wachsmuth gerade da und wir arbeiteten
gemeinsam in unserer Ambulanz. Wir
schlossen ihn alle in unser Herz. Es sind
Tausende, die mir in den vergangenen Monaten
begegnet sind. Mit ein paar Dutzend ist der
Kontakt geblieben, mit einigen sogar sehr eng.
Wenn aus Flüchtlingen Freunde werden, dann
habe ich aufgehört sie zu fotografieren. Die
Nähe macht das. Das ist mir erst jetzt bei der
Suche nach Fotos von Ahmad aufgefallen. Im
Zelt bei der Arbeit blühte er auf, wir versorgten
ihn in diesen Wochen mit allem Notwendigen.
Er arbeitete und träumte davon Europa zu
erreichen. Schlimm war für mich, ihn im Camp
zurücklassen zu müssen und selbst abends
duschen zu können und ein Bett zu haben. Es
ging nicht anders. Seine Eltern hatten ihr Haus
auf dem Land in Pakistan zu einem Spottpreis
verkauft, um seine Reise finanzieren zu
können. Jetzt leben sie in einer Lehmhütte am
Rande einer Stadt. Sie haben ihn losgeschickt,
damit wenigstens einer aus der Familie eine
Zukunft hat und später Geld schicken kann. In
Pakistan ist offiziell kein Krieg. Ich habe viele
Pakistanis gefragt: „Warum tut ihr Euch diese
Reise an?“ Es gab bei allen nur drei mögliche
Antworten: Entweder flohen sie aus den
Grenzgebieten zu Afghanistan vor den Drohnen
der US-Army, weil ein oder mehrere Familienangehörige
durch sie getötet worden waren.
Oder Flucht vor den Taliban. Die dritte: Kriege
innerhalb von Familien. Meist geht es um
Erbstreitereien, wenn Land hinterlassen wird.
Obendrauf kommt dann noch Korruption einhergehend
mit Chancenlosigkeit. Kurz: Flucht
wegen Angst um Leib und Leben. Für diesen
Text hatte ich noch ein paar Fragen an Ahmad
und habe mit ihm gesprochen. Vor kurzem ist
einer seiner Cousins ermordet worden.
Irgendwann versuchte er das erste Mal „the
game“. Vorher gab es täglich Gespräche
darüber. Ahmad hatte Angst vor dem, was vor
ihm lag: Die kroatische und die slowenische
Grenzpolizei. Was passieren kann, das sah er
ja jeden Tag an den Prellungen, Platz- und
Schnittwunden in unserer Ambulanz. Finanziert,
gewollt und gefördert durch die Wölfe im EUParlament
in Brüssel. Die Wölfe sind zwar in
der Minderheit, aber der Rest sind Lämmer. Sie
lassen die Wölfe gewähren. Einige wenige
Mitglieder des EU-Parlamentes allerdings
kämpfen, so viel sie können. Unter anderem
sind das die MEPs Erik Marquardt (Grüne
BRD), Dietmar Köster (SPD BRD) und Bettina
Vollath (Sozialdemokratin aus Österreich). Alle
drei waren in Bihać und haben sich selbst ein
Bild der Lage gemacht.
Wenn Ahmad ein paar Tage unterwegs war,
ging mein Blick oft in Richtung des Waldweges,
der in die Berge führt. Ich begann mir Sorgen
zu machen. Plötzlich stand er wieder vor mir
und fiel mir förmlich weinend in die Arme.
Wieder nicht geschafft, wieder von der
kroatischen Grenzpolizei ausgeraubt und
geschlagen. Nach weit über 10 Versuchen kam
er einmal lachend zurück. Die Polizisten hatten
eine Gasse gebildet, auf jeder Seite sechs EUGrenzpolizisten
mit Knüppeln. Die Flüchtlinge
wurden illegal zurückgepusht nach Bosnien und
mussten diese Gasse durchlaufen. Ahmad war
der Schnellste. Nur ein Schlag hatte ihn am
Unterschenkel gestreift. Er freute sich, dass sie
nicht seinen Kopf getroffen hatten.
Als Vučjak dann aufgelöst wurde, trafen wir uns
regelmäßig heimlich irgendwo in der Stadt. Er
lebte versteckt in Ruinen und im Wald oder war
unterwegs „on game“. Langsam begann er zu
verwahrlosen. Mein Ahmad stank wie alle
anderen. Nicht mehr nach Vučjak, aber nach
Elend. Duschen ging nirgendwo. Hätte ich ihn
in unser Teamappartment mitgenommen, wäre
wenige Minuten später die Spezialpolizei
gekommen. Das ist in Bosnien eine Straftat.
Alles wäre vorbei gewesen. Das konnte ich
nicht riskieren. In den Wäldern und Ruinen
hätte ich ihn in dieser Zeit gut als Hilfssanitäter
und Übersetzer gebrauchen können. Nicht nur
ich.
In derselben Zeit, in der Ahmad sich innerhalb
von nur 48 Stunden in die Arbeitsabläufe in
unserer Feld-Ambulanz eingearbeitet hatte, war
Gesundheitsminister Jens Spahn im Kosovo,
um dort Fachkräfte aus Pflegeberufen abzuwerben.
Die Ursache für viele Probleme, die
Menschen in anderen Ländern haben, ist genau
das: Kolonialismus. Wir holen uns was wir
brauchen. Wer dann die Alten in den Heimen im
Kosovo versorgt, das kann Spahn ja egal sein.
Hauptsache, wir bekommen Fachkräfte, die uns
fehlen. Dabei stehen viele, die es wollen und
könnten, vor den EU-Außengrenzen und
werden geschlagen, getreten, ausgeraubt,
zurückgepusht ins Nirgendwo. Dutzende
Flüchtlinge haben in unserer Ambulanz im
Laufe der Monate mitgearbeitet.
Voraussetzung: Grundkenntnisse in Englisch
und schnell lernfähig. Bis zum Abschluss des
B2-Sprachkurses in Deutschland würde etwa
ein Jahr vergehen. Die Ausbildung zum
Altenpflegehelfer dauert ein weiteres Jahr, zum
Altenpfleger 3 Jahre. Ahmad ist jetzt 19, die
meisten anderen bis höchstens 30 Jahre alt.
Das, was ihre Ausbildung und ihre Versorgung
zu Beginn kosten würde, würden sie später
selbst wieder erarbeiten und durch Steuern
praktisch zurückzahlen. Die Statistik der
Agentur für Arbeit verzeichnet im Mai 2020
bundesweit 23.500 offene Stellen in der
Altenpflege und 16.200 in der Krankenpflege.
Eine andere Quelle spricht von 171 Tagen, die
es durchschnittlich dauert, bis eine solche
Stelle besetzt ist. Zurzeit gibt es in Deutschland
3,3 Millionen Pflegebedürftige, schreibt das
Bundesgesundheitsministerium. Und es werden
mehr. Die Prognose des Statistischen
Bundesamtes für 2025: 110.000 Pflegefachkräfte,
die uns fehlen werden. Wir brauchen
Ahmad.
Ahmad mit dem Künstler und Flüchtlingshelfer Arye
Wachsmuth aus Österreich in der Ambulanz. In Vucjak ist bleibendes
entstanden.
Arye Wachsmuth hat von Wien aus oft mit
Ahmad gesprochen, seit er im November 2019
in Italien angekommen war. So blieb auch ich
auf dem Laufenden. Wir haben beide eine Rolle
in seinem Leben. Ab und an braucht man einen
Menschen, der zuhört und einem die Hand auf
die Schulter legt und sagt: „Junge, Du machst
das alles schon richtig. Glaub an Dich. Du bist
nicht allein. Du schaffst das“. Er braucht das,
das spürt man. Das ist auch ok so.
Die Verwahrlosung des Flüchtlings ist verschwunden. Ahmad
ist nun in Italien und hofft, bleiben zu dürfen. Ein Job würde ihm
helfen.
Jetzt lebt er von 30 Euro wöchentlich, die er
vom italienischen Staat bekommt. Nach seiner
Ankunft haben wir ihm Geld geschickt für
anständige Kleidung, damit er mit dem abgerissenen
Zeugs „from the game“ nicht so auffällt
in Italien. Arye hat sogar einen Kontakt in
besagter Großstadt, Leute, die Ahmad getroffen
haben und ihm Dinge brachten, um die Arye
gebeten hatte. Bis zum 14. Juni 2019 habe ich
noch nie von einer Freundschaft gehört, die auf
einer Müllhalde begonnen hat. Jetzt kann ich
sie nicht mehr zählen. Viele der freiwilligen
Helfer aus der Ambulanz halten Kontakte,
teilweise sehr intensiv. Ahmad sagte in Vučjak
einmal zu mir: „Mein Vater ist nicht da. Jetzt bist
Du mein Vater. Ich möchte so leben wie Du.
Irgendwo hingehen und gute Dinge für
Menschen tun“. „Nein mein Freund“, habe ich
gesagt. „Erst gehst Du studieren, lernst Deinen
Beruf und baust ein Haus für Deine Familie.
Dann kannst Du sowas tun“. Er hat sich
gekrümmt vor Lachen und hat anderen das als
Witz des Tages präsentiert.
Jetzt, so sagt er, werden selbst aus Italien
Flüchtlinge bis nach Bosnien zurückgeschickt.
Er bekomme Nachrichten von anderen Pakistanis,
die das belegten. Er selbst braucht
dringend einen Job. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit,
dass er seine Papiere bekommt,
die ihm den Aufenthalt für mindestens ein Jahr
sichern. Er ist seit November 2019 in Italien und
bisher offensichtlich geduldet und mit dem
Nötigsten vom Staat versorgt. Ein Freund von
ihm hat einen Job bekommen. Schwarzarbeit
für 800 Euro im Monat, ohne freie Tage bei 10
bis 12 Stunden täglich. Das ist ein Risiko. Ein
Migrant bekomme keinen legalen Job, sagt
Ahmad. Das ist auch in der Türkei und
Griechenland so. Keiner will Flüchtlinge, zum
Ausbeuten sind sie dann aber doch gut genug.
Trotz allem hofft Ahmad weiter. Auch, dass sie
ihn bleiben lassen. Vor ein paar Tagen hat er
mir ein Video geschickt. Darauf sind seine
Eltern, die Geschwister und die Lehmhütte zu
sehen. „Sieh es Dir an“, sagt Ahmad. „Dann
wirst Du verstehen, warum ich nicht zurück
kann, sondern mich hier für meine Familie
bemühen muss“.


Dirk Planert

In the radio news is about one possible second wave from the vacation returnees spoken. It’s raining outside. I’ve been sitting at my desk for hours in Dortmund, write emails, make calls and smoke one by one. The dog who look at life in the camp and the forests used to, is asleep to mine Feet. The head of the aid organization SOS Bihać, Zlatan Kovacevic, just called. „We’re going now,“ he said. Then it tingles with me. The team is now driving into the mountains To care for refugees. I would like to be there, my Sani backpack already has dust on it. But not because of Corona, so do me from here what to do. Crime scene desk. After all, we are not alone. With With the help of the Aachen network we are well over come the winter and feed daily 200 to 500 people, provide medical care, distribute clothing and clothing if necessary Shoes. We are now one of the IOM recognized aid organization. The IOM (International Organization for Migration) a daughter of the UN. The recognition means for SOS Bihać: We can be unmolested by the police and border police do what nobody else May: The refugee routes along the EU Drive outside the border and help people. This is a real breakthrough. No problem more with the police. Bosnian politics endeavors to provide humanitarian work criminalize. This is no longer possible at least not with us. Zlatan is a great diplomat. He’s got our opponents in Bihać made supporters. Even that Ministry of Health now raves about SOS Bihać and praises our work. Before one for a few months they kept giving us the police rushed on the neck. With all efforts abide by the rules: it can’t be criminal to help people. The Human rights are also from Bosnia recognized and signed. The phone rings again. On the The display says: „the little one“. I have the nose full for today, after last year I sometimes „through“ something, but with him lift I from. It is Ahmad (name from the Red. changed), my little friend from Vučjak, the camp on the garbage dump near Bihać. His Voice sounds like he’s on vacation call. Other than usual, very happy: „How are you okay The sun is shining here and I am just out with friends. I love you. And I miss you so much. Everything is good here now. ”He sounds like he’s already where he is wants, at the goal, as if „everything was really good“. Geographically it has arrived in the EU, but the deportation still hovers like a sword of Damocles over him. Until „everything is good ”time will pass, maybe a lot. Maybe „everything will be fine“. Today he has Confidence. It transfers to me. A good call. I pick up thrust again and continue working. If you know what for, it falls lighter. Ahmad in the ambulance at Camp Vucjak in summer 2019. The He enjoyed working as a translator and assistant sanator. In spite of of circumstances we laughed a lot, sometimes cried. Ahmad now lives in a refugee shelter in an Italian city. Before quite we got to know each other exactly one year, in a place that looks for garbage and feces smelled and shortly thereafter in international media as jungle and horror camp headlines made. About 1000 men and boys lived there with high fluctuation. Thousands suffered this terrible misery with the Name Vučjak. The oldest over 60, the youngest 12 years old. Ahmad was 18, a refugee from Pakistan, deported by the police to the Dump. He spoke to me shyly Voice, in quiet but perfect English, much better than mine, and asked for me Help. I don’t know what he needed probably shoes or a treatment in our ambulance. A highly intelligent boy way too tender for all of that. I brought him into ours Team. He speaks Urdu and Pashto, so he could help as a translator. Ahmad translates when one of our patients says that the Slovenian border police had put a dog on him. The Slovenes handed it over to the Croatians who transported it at the border then drove the man to the EU’s external border him through the forest back to Bosnia, out of the EU. One of our employees was a national player the Pakistani national soccer team, spoke seven languages ​​and was a part of it also a strikingly handsome man. A the older man, Gaz from Kashmir, used to be Managing Director at KFC. He has it after Portugal did it. All men who us excellent support in the ambulance tent. It wasn’t long before Ahmad was working even on the patient and cared for Dirt infections. From Austria were Dr. Karin Tschare-Fehr and the artist Arye Wachsmuth just there and we worked together in our ambulance. We they all closed in our hearts. There are Thousands to me in the past few months have met. With a few dozen it is Stayed in touch, even very close with some. If refugees become friends, then I stopped taking pictures of her. The Proximity does that. I am only now with the Searched for photos of Ahmad. in the He bloomed tent at work, we took care of him with all the necessary in these weeks. He worked and dreamed of Europe to reach. It was bad for me, him in the camp having to leave behind and even in the evening to be able to shower and have a bed. It was no different. His parents had their house in the country in Pakistan at a ridiculously low price sold to finance his trip too can. Now they live in a mud hut Outskirts of a city. You sent him off so that at least one in the family has one Has a future and can send money later. In Pakistan is officially not a war. I have many Pakistanis asked: „Why are you doing this to yourself Travel on? ”There were only three possible options for all of them Answers: Either they fled the Border areas with Afghanistan before the drones the US Army because one or more family members had been killed by them. Or escape from the Taliban. The third: wars within families. Mostly it’s about Inheritance disputes when land is left behind. On top of that comes corruption with no chance. In short: escape because of fear for life and limb. For this I still had a few questions for Ahmad and talked to him. Is recently one of his cousins ​​had been murdered. At some point he tried “the game „. Before that there were talks every day about that. Ahmad was afraid of what before he liked: Croatian and Slovenian Border police. He saw what can happen yes every day at the bruises, place and Cuts in our outpatient clinic. Financed, wanted and promoted by the wolves in the EU parliament in Brussels. The wolves are in the minority, but the rest are lambs. she let the wolves grant. A few Members of the EU Parliament, however fight as much as they can. Amongst other things are the MEPs Erik Marquardt (Greens FRG), Dietmar Köster (SPD FRG) and Bettina Vollath (social democrat from Austria). All three were in Bihać and got themselves one Made picture of location. When Ahmad was away for a few days I often looked in the direction of the forest path, that leads into the mountains. I started to worry close. Suddenly he was standing in front of me again and literally cried in my arms. Not managed again, again by the Croatian border police robbed and beaten. After well over 10 attempts came he laughed once back. The police officers had formed an alley, six EU border guards on each side with clubs. The refugees were illegally pushed back to Bosnia and had to go through this alley. Ahmad was the fastest. Only one blow hit him Striped lower leg. He was happy that she hadn’t hit his head. When Vučjak was dissolved, we met regularly secretly somewhere in the city. He lived or was hidden in ruins and in the forest on the go „on game“. He started to slowly neglect. My Ahmad stank like everyone other. Not to Vučjak, but to Misery. Showering went nowhere. If I had him in our team apartment a few minutes later the special police came. This is a crime in Bosnia. Everything would have been over. I could don’t risk it. In the woods and ruins I would have him as a paramedic during this time and can use translators. Not only I. At the same time that Ahmad is inside of just 48 hours into workflows in in our field ambulance Health Minister Jens Spahn in Kosovo, to poach nursing professionals there. The cause of many problems that Having people in other countries is accurate that: colonialism. We get what we do need. Who then the elderly in the homes in Kosovo takes care of it, Spahn doesn’t care. The main thing is that we get specialists who help us absence. There are many who want it and could, in front of the EU’s external borders and are beaten, kicked, robbed, pushed back into nowhere. Dozens Refugees have in our ambulance in Collaborated over the months. Prerequisite: basic knowledge of English and quickly learnable. Until the end of the B2 language course in Germany would be about a year pass. Training for Elderly care assistant takes another year to Elderly care 3 years. Ahmad is now 19 most others up to 30 years old. What their training and their care would cost in the beginning, they would later work out again and by taxes practically repay. The statistics of the Employment Agency listed in May 2020 nationwide 23,500 vacancies in the Geriatric care and 16,200 in nursing. Another source speaks of 171 days that it takes an average of one Position is filled. There is currently in Germany 3.3 million people in need of care, it writes Federal Ministry of Health. And there will be more. The forecast of the statistical Federal Office for 2025: 110,000 nurses, that we will miss. We need Ahmad. Ahmad with the artist and refugee worker Arye Wachsmuth from Austria in the ambulance. There is permanent in Vucjak emerged. Arye Wachsmuth often comes from Vienna Ahmad has been speaking since November 2019 had arrived in Italy. I stayed that way too Up to date. We both have a role in his life. Every now and then you need one People who listen and open your hand the shoulder lays and says: „Boy, you do all right. Believe in you. You are not alone. You can do it“. He needs that you can feel it. That’s ok too. The refugee’s neglect has disappeared. Ahmad is now in Italy and hopes to be allowed to stay. A job would give him help. Now he lives on 30 euros a week, which he from the Italian state. After his On arrival we sent him money for decent clothing so he can with the torn off Stuff „from the game“ is not so noticeable in Italy. Arye even has a contact in said big city, people who met ahmad and brought him things to the Arye had asked. I have until June 14, 2019 never heard of a friendship that goes on started a dump. Now I can they no longer count. Many of the volunteers Outpatient helpers keep contacts, sometimes very intense. Ahmad said in Vučjak once to me: „My father is not there. Now You my father. I want to live like you Go somewhere and good things for People do „. „No my friend,“ I have said. „First you go to study, you learn yours Profession and build a house for your family. Then you can do something like that ”. He has crooked with laughter and has that other than Joke of the day presented. Now, he says, even from Italy Refugees sent back to Bosnia. He gets messages from other Pakistanis who proved that. He himself needs urgently a job. That increases the likelihood that he gets his papers giving him the stay for at least a year to back up. He has been in Italy and since November 2019 so far clearly tolerated and with the Necessary provided by the state. A friend of got him a job. Undeclared work for 800 euros a month, without days off at 10 up to 12 hours a day. It is a risk. A Migrants don’t get a legal job, says Ahmad. That is also in Turkey and Greece like that. Nobody wants refugees to However, yields are good enough. Despite everything, Ahmad continues to hope. Also that she let him stay. A few days ago he did sent me a video. His are on it Parents, siblings and the mud hut too see. „Check it out,“ says Ahmad. „Then you’ll understand why I’m not going back can but me here for my family must strive „.

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